Georg Büchner

Leonce und Lena

Regie: Mathias Schuh
Ausstattung: Rafaela Wenzel
Musik: Mathias Schuh

Spiel: Elisabeth Nelhiebel, Anna Paumgartner, Claudia Schächl, Herwig Ofner, Sebastian Brummer

Spieldauer ca. 90 min, Pause nach ca. 45 min

Produktion: die theaterachse.spielraum der sinne

Termine

Leonce, von Beruf müßiggehender Prinz vom Reich Popo, soll auf Wunsch seines Vaters die Prinzessin Lena von Pipi heiraten. Unabhängig voneinander ergreifen beide kurz vor der Vermählung die Flucht. Leonce, begleitet von seinem Freund Valerio, und Lena, die sich gemeinsam mit ihrer Gouvernante auf den Weg macht, treffen wie durch Zufall auf ihrer Reise aufeinander, verlieben sich, ohne voneinander zu wissen, wer der jeweils andere ist… Diese scheinbar einfache Geschichte, ausgestattet mit Georg Büchners Text von hohem dichterischem Wert, ist mehr als eine köstliche Komödie. Es ist eine hoch aktuelle Staatssatire und zugleich ein Spiel um den ewigen Kreislauf zwischen Jung und Alt. Ein Spiegel der Generationen und der manchmal gegenseitigen Verachtung. Der König, oder besser: seine Berater haben das Szepter in der Hand, der Sohn rebelliert, bricht aus und landet schließlich im Fahrwasser seines Vaters, ohne es zu merken und der Meinung, etwas ganz anderes getan zu haben und zu tun.

Verpackt in Ironie, Komödie, Ausgelassenheit, sozialrevolutionäre Tendenzen der Charaktere, in übermütige Heiterkeit und Romantik wird ein Spiel um die Idylle des Müßiggangs, die zum Gefängnis wird, erzählt. Es ist dabei die Geschichte einer Freundschaft, gegründet auf persönlichen Vorteilen, die Geschichte eines Königs, der sein Volk vergessen und nichts zu sagen hat, die Geschichte der Liebe verpackt in Egoismus, Unschlüssigkeit und trügerischer Echtheit, die Geschichte völlig blinder Untertanen voll von Resignation, kurz: eine Geschichte, die in jedem Wort die Wahrheit sucht.

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