Auf eine sehr amüsante Weise, denn Schuh und sein Ensemble gehen mit dem Text sehr frei um, räubern schon mal bei Goethe und flechten Bezüge zur aktuellen Lage ein. Das alles hat ordentlich Tempo, wird von den Schauspielern Anna Paumgartner (Frau Reich, Anna), Elisabeth Nelhiebel (Fenton, Frau Quirlig, Wirt), Claudia Schächl (Frau Fluth), Sebastian Brummer (Falstaff, Dr. Cajus), Andreas Jähnert (Herr Reich, Slender) und Peter Malzer (Herr Fluth) spritzig und mit großem Elan umgesetzt. (…) So entsteht ein Singspiel in bester österreichischer Tradition, nur ein bisschen derber und lauter und dadurch wieder Shakespeare-angemessen. [Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 22.06.15]

Die durchwegs authentisch wirkenden Darsteller sprühen vor Lebenskraft, und ihr Begeisterung fürs Schauspielen wird geradezu physisch spürbar, wann immer diese Figuren ihre Standpunkte stimmgewaltig in den Raum werfen. (…) Besonders wandlungsfähig ist in dieser Runde Elisabeth Nelhiebel. Sie sorgt als schwerhöriges, ein Hirschgeweih verehrende und permanent Kaugummi kauendes Dienstmädchen Quirlig für herzhaftes Lachen im Publikum, dannn in schaurig-komischer Feenverkleidung für herzhaftes Lachen. Und schließlich macht sie die Liebe zu Frau Reichs Tochter Anna (beide Anna Paumgartner) ebenso glaubhaft. [drehpunktkultur vom 17.06.15]

Ähnlich begeistert Elisabeth Nelhiebel in ihrer Doppelrolle als Herold (höchst kokett als singendes Telegramm und Sekretärin der Windsor-Ladies), Wirtin (burschikos, wortkarg und unglaublich neugierig mit sämtlichen Abhörmethoden gewaschen) und Fen (maskulin jugendlich). [whatisawfromthecheapseats vom 18.06.15]

Drei Frauen kriegen nicht genug: Einmal geht’s noch in Windsor. Wo Bügeln nicht gleich Bügeln ist, Pudding ekelerregend und Damen „repetierlich bevorbautet“ sind, wo Spießböcke sich hinter Büschen verstecken und grüne genauso wie rote Elfen Ampelpärchengleich durch nächtliche Wälder schlüpfen. William Shakespeares „Die lustigen Weiber von Windsor“, das die Salzburger theaterachse zu ihrem 20-jährigen Bühnenjubiläum zeigt, demaskiert den Mensch als leidtragende und –erzeugende hochnotkomisch agierende Marionette seiner eigenen Libido.

VON William Shakespeare FASSUNG Mathias Schuh nach William Shakespeare und Salomon Hermann Mosenthal REGIE Mathias Schuh SPIEL Anna Paumgartner, Elisabeth Nelhiebel, Claudia Schächl, Sebastian Brummer, Andreas Jähnert, Peter Malzer AUSSTATTUNG Rafaela Wenzel MUSIK Sophia Schuh (Live am Klavier) KOMPOSITION Mathias Schuh PRODUKTION die theaterachse UNTERSTÜTZUNG Stadt Salzburg Kultur, Land Salzburg PREMIERE 16. Juni 2015 im kleinen theater.haus der freien szene, Salzburg

Internationales Shakespearefestival 2015 im Globe Neuss

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