Die “Mittsommernachts-Sex-Komödie” von Woody Allen ist eine treue Begleiterin: Bereits vor Abschluss meiner Schauspielausbildung durfte ich die jüngste der drei einflussreichen Frauen kennen lernen: Dulcy. Dann, einige Jahre später, bin ich – noch dazu als frisch gebackene Ehefrau – über die neurotischen Umwege von Adrian (in der Version der theaterachse hieß sie Antonia) gestolpert, und schließlich, wieder ein paar Jahre später, habe ich als Ariel den zwei Männern Andrew und Maxwell an diesem ereignisreichen Wochenende die Köpfe verdreht. Letzteres am Theater an der Rott in Eggenfelden. Und nein: Ich kann nicht entscheiden, welche der drei Frauen mir die liebste ist. Sie sind alle drei gleichermaßen liebenswert in ihrer Liebesbedürftigkeit.

Foto (c) Sebastian Hoffmann

Fot (c) Sebastian Hoffmann

Foto (c) Sebastian Hoffmann

Foto (c) Sebastian Hoffmann

PREMIERE 2. Februar 2019 PRODUKTION Theater an der Rott

 

28. April 2018

Nominierung im Autorenwettbewerb AUF EIN WORT mit dem Stück “12 Minuten”. Das Theater an der Rott hat zum ersten Mal Autorinnen und Autoren eingeladen ihre Stücke nach Eggenfelden zu schicken, auf dass sie zuerst von einer Jury gelesen und schließlich – nachdem Dr. Uwe Lohr, Dr. Elke Maria Schwab Lohr, Markus Steinwender, Brigitte Korn-Wimmer und Wolfgang Aigner aus den 60 Einsendungen 4 ausgewählt hatten – vom Publikum zum Siegerstück auserkoren werden sollten. Die Zuschauerinnen und Zuschauer hatten also die Möglichkeit den Spielplan der Spielzeit 2018/19 aktiv mitzugestalten. Und sie haben diese Chance gerne wahrgenommen.

18. Mai 2018

Premiere “Der Fluch der Margaret in der dritten Szene des ersten Akts von William Shakespeares König Richard III.”. Im Rahmen der vierten Nightline am Theater an der Rott haben Lea Fischer, Sebastian Kamm, Markus Krenek, Elisabeth Nelhiebel und Carolin Waltsgott ein neues Theaterstück erfunden, geschrieben, in der Freizeit geprobt und schließlich erfolgreich zur Uraufführung gebracht. Das zahlreich erschienene und höchst amüsierte Publikum hat erfahren, dass Richard Margaret nicht mag, dass Margaret Richard nicht mag, dass Margaret Elisabeth nicht mag, dass Hastings Margaret nicht mag, dass Rivers Margaret nicht mag, dass eigentlich niemand irgendwen mag. Kinder wurden ermordet, Häupter gefällt, Männer haben geweint, ein Gräuel, insgesamt, alles. Eine Handvoll Schauspieler hat als Forensiker ein großes Königsdrama erforscht, und das Ergebnis war aufregend, verwirrend und nachhaltig komisch.

Foto (c) Sebastian Kamm

Foto (c) Sebastian Kamm

Foto (c) Sebastian Kamm

STÜCK Ensemble, Elisabeth Nelhiebel und William Shakespeare REGIE Sebastian Kamm AUSSTATTUNG Ensemble VIDEO Sebastian Kamm SPIEL Lea Fischer, Markus Krenek, Elisabeth Nelhiebel, Carolin Waltsgott PRODUKTION Ensemble und Theater an der Rott

28. Juni 2018

Premiere “Mirandolina” von Elke Maria Schwab nach Carlo Goldoni. (Rolle: Ortensia, eine Komödiantin und Stefanie Leiterin, die Frau des Theaterleiters) Männer erliegen reihenweise dem spröden Charme der Wirtin Mirandolina. Bedeutet die Eroberung der selbsternannten Liebesabstinenzlerin für die einen nichts mehr als den Gewinn einer Trophäe, findet sich der (ebenso selbsternannte) Frauenhasser plötzlich nicht mehr in seinem Herzen zurecht. Er hat sich verliebt, was sie zum Anlass nimmt ihn erst recht vorzuführen. Einer, der sein Leben darin bestreitet Frauen zu verachten kann ganz einfach nicht verliebt sein. Dadurch entbindet sie sich natürlich auch selber jeglicher eventuell aufkommender Emotionen, die in irgendeiner Form gefährlich oder ungesund sein könnten. Wer auf diese Art und Weise tatsächlich glücklich sein kann, beantwortet der italienische Autor leider nicht. Lustig mit anzusehen ist es aber allemal.

alle Fotos (c) Sebastian Hoffmann

STÜCK Elke Maria Schwab nach Carlo Goldoni REGIE Uwe Lohr AUSSTATTUNG Gerrit von Mettingen und Viki Seydel SPIEL Rüdiger Bach, Guido Frank, Max Gnant, Markus Krenek, Johanna Martin, Elisabeth Nelhiebel, Martin Puhl, Constanze Rückert, Carolin Waltsgott PRODUKTION Theater an der Rott

 

6. Oktober 2017

Premiere “Lady Windermeres Fächer” (Rolle: Mrs Erlynne) von Oscar Wilde. Mrs Erlynne kehrt in das Londoner Leben zurück, aus dem sie vor 20 Jahren verstoßen wurde. Die letzten Jahre wurden zu anstrengend und die Neugier einen ganz besonderen Menschen wieder zu sehen zu groß. Also begibt sie sich zurück in die Niederungen der höheren aristokratischen Gesellschaft, wirft Prinzipien über den Haufen und stellt sich dann doch nicht ihrer Vergangenheit. Die Geschichte einer einsamen Frau, die vom Leben enttäuscht wurde und beschließt mit allen Entbehrungen weiter zu leben. Weil ja schließlich nichts mehr schmerzt als Hunger, Kälte und Lieblosigkeit.

Foto (c) Sebastian Hoffmann

Foto (c) Sebastian Hoffmann

STÜCK Oscar Wilde REGIE Elke-Maria Schwab-Lohr AUSSTATTUNG Gerrit von Mettingen SPIEL Rüdiger Bach, Guido Frank, Markus Krenek, Elisabeth Nelhiebel, Carolin Waltsgott PRODUKTION Theater an der Rott

 

9. Dezember 2017

Premiere “Festausschuss. Weihnachten als Chance” (Rolle: Gaby Fichte) von Knut Winkmann und Sigrid Detloff. Vier Angestellte einer Firma werden beauftragt sich um die Ausrichtung der Betriebsweihnachtsfeier zu kümmern. Sie alle haben unterschiedliche Auffassungen und Wünsche an Weihnachten, das sogenannte Fest der Liebe. Bis sie schließlich die Brutalität der Firmen-Policy zurück in die Realität ihres Lebensalltags schleudert. Dann haben sie erstmal genug vom Schenken und beschenkt Werden.

 

Foto (c) Sebastian Hoffmann

Foto (c) Sebastian Hoffmann

STÜCK Knut Winkmann und Sigrid Detloff REGIE Johanna Ullmann AUSSTATTUNG Gerrit von Mettingen SPIEL Rüdiger Bach, Guido Frank, Elisabeth Nelhiebel, Carolin Waltsgott PRODUKTION Theater an der Rott

 

6. Jänner 2018

Premiere “Black Rider: The Casting of the Magic Bullets” (Rolle: Anne) von Tom Waits und William S. Burroughs. Wilhelm möchte das Käthchen heiraten, darf aber aufgrund seiner Schuss- und Jagdunfähigkeit nicht. Da gibt es einen besseren Schwiegersohn in spe. Weil dem Teufel gerade langweilig ist und er ohnehin schon seit längerem ein Auge auf die Försterstochter geworfen hat, bietet er dem Schreiber seine Hilfe an. Allerdings sollte man sich niemals mit dem Teufel einlassen. Eine Parabel auf das Hier und Jetzt: Ganz egal mit welchen Mitteln. Ich will nach oben, koste es, was es wolle. Her mit dem Zaster, her mit den Seelen, her mit den Menschenleben.

Foto (c) Stefan Schweiger

Foto (c) Sebastian Hoffmann

Foto (c) Stefan Schweiger

STÜCK Tom Waits und William S. Borroughs KOMPOSITION Tom Waits REGIE Bernd Liepold-Mosser BÜHNE Karla Fehlenberg KOSTÜM & MASKE Michaela Haag MUSIK The Extended Talltones SPIEL Markus Achatz, Markus Krenek, Peter Andreas Landerl, Elisabeth Nelhiebel, Gernot Piff, Marcus Thill, Carolin Waltsgott, Sebastian M. Winkler PRODUKTION Theater an der Rott, Flying Opera und Kultur Stadt Villach

 

3. Februar 2018

Premiere “Wer hat Angst vor Virginia Woolf?” (Rolle: Martha) von Edward Albee. Eine Nacht, in der weitaus mehr zu Bruch geht als die ein oder andere Wodkaflasche. Vier Menschen, die so weit unten ankommen, dass die Hölle nicht mehr weit zu sein scheint. Und wenn man dann doch durch sie hindurch geht? Hat man vielleicht sogar Gefallen dran gefunden. Die Lust zu verletzen ist unendlich und die Wunden bluten und schmerzen, sind real und das einzige, das wirklichen Bestand hat im Leben. Bis auf die Liebe. Die ist nicht unerheblich, so ehrlich muss man schon sein mit sich selber.

 

Foto (c) Sebastian Hoffmann

Foto (c) Sebastian Hoffmann

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Foto (c) Sebastian Hoffmann

STÜCK Edward Albee REGIE Reinhard Göber AUSSTATTUNG Ariane Salzbrunn SPIEL Rüdiger Bach, Markus Krenek, Elisabeth Nelhiebel, Carolin Waltsgott PRODUKTION Theater an der Rott

 

 

 

THE BLACK RIDER

Musical von Tom Waits (Musik) und William S. Burroughs (Text)

Foto (c) Stefan Schweiger

Foto (c) Stefan Schweiger

Foto (c) Karl Rittmann

Foto (c) Stefan Schweiger

Foto (c) Stefan Schweiger

 

Der Amtsschreiber Wilhelm verliebt sich in die hübsche Försterstochter Käthchen, die sich von den Aufmerksamkeiten des sensiblen Schreibers durchaus geschmeichelt fühlt und seine Gefühle erwidert. Der Erbförster Bertram und seine Frau Anne jedoch wollen einen „echten Mann“, einen kernigen Kerl für ihre Tochter und favorisieren den Jägerburschen Robert als künftigen Gatten. Voller Ehrgeiz möchte sich Wilhelm nun als Waidmann erweisen und trainiert das Schießen. Leider ist er dafür völlig untalentiert und landet nur gefährliche Fehlschüsse. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als die angebotene Hilfe von Stelzfuß, einer verführerischen Verkörperung des Teufels, anzunehmen.

Mit den Freikugeln des Stelzfuß kann man alles treffen, was der Schütze treffen will. Nun ist auch der unbegabte Wilhelm ein treffsicherer Jäger und fühlt sich euphorisch ob seines Erfolges. Der Vorrat an Freikugeln schmilzt schnell dahin und so muss der Schreiber sich neue Kugeln in der Wolfsschlucht gießen. Stelzfuß zeigt nun aber sein wahres teuflisches Gesicht und gesteht Wilhelm nur sechs Treffer zu. Den siebten Schuss will Stelzfuß selber ins Ziel lenken. Und so trifft am Ende im alles entscheidenden Wettstreit zwischen den Freiern des Käthchens die siebte von Wilhelm abgefeuerte Kugel das Herz Käthchens.

STÜCK  Tom Waits und William S. Burroughs REGIE Bernd Liepold-Mosser MUSIK The Talltones (Stefan Gfrerrer, Richie Klammer, Primus Sitter, Martin Sadounik) BÜHNE Karla Fehlenberg KOSTÜM Michaela Haag SPIEL Markus Achatz, Andreas Jähnert, Peter Andreas Landerl, Elisabeth Nelhiebel, Gernot Piff, Marcus Thill, Sebastian M. Winkler, Nadine Zeintl PRODUKTION Flying Opera, theater // an der rott, Stadt Villach Kultur

TERMINE VILLACH 10.08., 11.08., 12.08. 2017, Villach Rathausplatz (Ersatztermin bei Schlechtwetter: 13.08.), jeweils 20.30 Uhr TERMINE EGGENFELDEN 12.01., 13.01., 14.01., 19.01., 20.01., 21.01. 2018, theater // an der rott Eggenfelden, jeweils 19.30 Uhr TICKETS www.oeticket.com , Villacher Kartenbüro 

Aber der Mensch wäre doch gar nicht schlecht, wenn es ihm nicht schlecht gehen tät. Es ist das doch eine himmelschreiende Lüge, dass der Mensch schlecht ist. [Erna in KASIMIR UND KAROLINE]

Dieser eine spezielle Abend auf dem Münchner Oktoberfest verändert sie alle: Karoline verlässt ihren Kasimir, weil sie sich in höhergestellter Gesellschaft die bessere Zukunft erwartet; Kasimir verrät seine eigene Moral und begibt sich in die niederen Gefilde ebendieser Gesellschaft; Der Merkl Franz wird von seiner loyalen Erna bitter enttäuscht; Und eben diese Dem Merkl Franz seine Erna begehrt endlich auf und versucht ganz intensiv ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Ob ihr das gelingt? Am Ende steht sie jedenfalls ziemlich allein da.

(c) Sebastian Hoffmann

(c) Sebastian Hoffmann

Horváth bezeichnete sein Stück als „eine Ballade voll stiller Trauer, gemildert durch Humor“.

STÜCK Ödön von Horváth REGIE Andreas Baumgartner AUSSTATTUNG Andreas Baumgartner MUSIK Christian Ortner SPIEL Rüdiger Bach, David Baldessari, Markus Baumeister, Martin Dreiling, Max Gnant, Johanna Martin, Peter Malzer, Elisabeth Nelhiebel, Katharina Oraschnigg, Constanze Rückert, Armin Stockerer PRODUKTION theater // an der rott PREMIERE am 01.06.2017 im Theatron Gern

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